Wo du uns treffen kannst: +++ Burgfest Naturgut Ophoven, Opladen, 25.09. 2016, 11-17 Uhr +++ Martinsmarkt Kita St. Joseph, Solingen, 04. 11. 2016, 16-18 Uhr +++ Buy by Night Markt in Wickrath, 12. 11. 2016, ab 18 Uhr +++

Freitag, 23. September 2016

Zimtseife und das Meer


Ist die Hammer? Ist die unglaublich genial geworden?  

Ich freu mich hier grad voll, weil ich so eine Beach-Meerjungfrauenseife schon ewig mal hinkriegen wollte. 

Jede anders und individuell!


 Das war ein Gießseifenprojekt, einfach, weil ich mit 5 verschiedenen Schichten gearbeitet habe, und das ganze so schon einen Tag in Anspruch genommen hat - auch, weil ich mit selbstgesiedeter Seifenmasse einige Effekte so nicht hinbekommen hätte. 

Die Schichten sind: 

Bodensand1: Opaqueseife, eingefärbt mit Mica, teilweise mit Rassoul-Erde versetzt
Bodensand2: Opaqueseife, eingefärbt mit weniger Mica, versetzt mit Salzkristallen aus dem Toten Meer
Erste Welle: Glycerinseife transparent, eingefärbt mit blauer Lebensmittelfarbe, mit Einschüssen von intensiver eingefärbten Stücken
Zweite Welle: Glycerinseife transparent,  eingefärbt mit blauem Mica
Meerschaum: Weiße Opaqueseife, mit dem Sparschäler zu Wellen geformt. 


Der Meerwasser-Effekt ist dadurch entstanden, dass ich die unterschiedlichen Schichten so abgepasst habe, dass die jeweils untere Schicht noch nicht ganz ausgehärtet war - also beim Draufgießen der nächsten Schicht wieder ein wenig angeschmolzen ist. 

Auch die dünnen, weißen Wellen schmelzen ein wenig an, wenn die nächste Schicht drauf kommt - und das gibt dann den Effekt von Meerschaum!


Sorry für das miserable Foto - war spät Abends. Das ist jedenfalls der fertige Block, nach dem Unmolding. Das ist auch einer der Vorzüge von Gießseife - die Schichten sind ruck-zuck hart, und man muss nicht Ewigkeiten Lagerzeit mit einplanen. Ich werde die Meeresstückchen also alle schön einpacken und mit zum Naturgut nehmen, am Sonntag!


Zimtseife, ja! Die gab´s auch noch!

Gesiedet hab´ ich das Baby allerdings schon vor geraumer Zeit, nur geschnitten hab´ ich´s diese Woche - und gestern verpackt. 


Die erratischen Paisley-Muster kommen von einem Stempel, den ich nach dem Zufallsprinzip oben auf die Seife gehämmert habe, um dem ganzen etwas Struktur zu geben. 
  

...und dann noch mit Goldmica angepinselt. Der Stempel ist eigentlich für Stoff, ich hab´ihn letzes Wochenede in Holland gesehen und dachte, der eignet sich bestimmt super :)

Also...

...am Wochenende sind wir beim Burgfest am Naturgut - unsere Kostüme liegen schon parat! Sehen wir uns? 

Dienstag, 20. September 2016

Frisch geschnitten!


Heute früh in der Küche: Lavendelseife mit Swirls, und ohne Gekrümel. Die nehmen wir am Sonntag mit zum Burgfest am Naturgut - die Kostüme haben wir schon parat gelegt!

Der Schädel riecht nach Babypuder, und die geniale Form ist frisch aus Holland. Davon mach´ich jetzt gleich noch ein paar!

Montag, 19. September 2016

Fotoseife!

Bzw. Seife mit Bild - ja, das geht, und zwar sogar recht gut!


Nach so einigen Versuchen bin ich mit den Resultaten zufrieden, auch wenn die Stücke natürlich so ganz anders aussehen als die natürlichen Urklumpen die Ronja und ich sonst so zusammenkochen...

Um keine Urheberrechte zu verletzen habe ich erstmal meine eigenen Zeichnungen verwendet, wobei ich mich mit meinen Zeichnungen zugegebenermaßen an der Künstlerin Norma J. Burnell orientere.

Das Spannende an diesem Projekt ist aber nicht die Auswahl der Bilder, sondern die Frage: Wie geht das?

Das hat mich auch interessiert, und zwar schon seit längerer Zeit.


Der Trick besteht darin, die Motive auf wasserlöslichem Papier zu drucken. Schließlich möchte ich beim Waschen keine Papierklumpen haben, die im Abfluss landen.Und ja, wir sind nicht nur bei den Zeichnungen von mir geblieben... natürlich muss Ronja ihre Lieblingsbücher auf Seife packen, und die Jungs brauchen den ein oder anderen Drachen, und ich dachte, ein geschichtetes Aquarium könnte eine gute Idee sein...

Ein bisschen Google hat mich wieder zu meinem Lieblings-Onlinehändler geführt, da kriegt man das.

Aufgeregt auf den Postboten gewartet, Bilder ausgewählt, und los geht´s!


Erste Runde: Ich habe, wie in einigen Tutorials vorgeschlagen, zuerst eine dünne Schicht transparente Gießseife in die Form gegossen, gewartet, bis diese so halbwegs hart war, dann das zugeschnittene Stück Papier draufgepackt, und dann, sobald das ganze noch etwas weiter ausgekühlt war, die nächste Schicht hinten drauf gegossen - ich habe sowohl transparent, als auch blau eingefärbt ausprobiert.


 Ähhh... Schade aber auch. Die Idee mit dem Schichtverfahren hat nicht ganz geklappt. Auch das Einfärben mit Mica ist Mist, weil der Mica bis auf den Grund der Seife - also vor das Bild - sinkt.

Nächster Versuch.


Ja, da ist auch ein Playmo-Männchen bei. Ich hab´auch eins auf dem Oberarm, falls sich da jemand wundern sollte.

Diesmal andersrum: Zuerst eine Schicht weiße Opaque-Seife in die Form. Das gibt dem ganzen eine Leinwand, und das Bild wirkt dann strahlender. Darauf das Bild, und dann, vorsichtig, die nicht zu heiße transparente Seifenmasse.

Das Ergebnis im Vergleich:


Die Seife links wurde auf die 2. Art gemacht, die rechts auf die erste. Ganz schön krasser Unterschied!

Derart motiviert hab´ich dann gleich noch eine für unseren Kung-Fu Lehrer gebastelt:





Ich bin echt zufrieden mit den Ergebnissen! Wenn man die Oberfläche mit Wodka bespritzt, verschwinden auch noch die letzten Luftbläschen. Auf die Art kann man tolle personalisierte Geschenke machen - Urlaubsfotos, Kinderfotos, Gedichte, Liedtexte, Grüße - schon cool!


Ja, damit kann man sich waschen :)

Ich geh dann jetzt mal Kürbissuppe kochen: Draußen hopsen 8 Kinder rum, von denen mindestens 4, vermutlich aber alle, gleich mitessen!

Samstag, 17. September 2016

Markttag!

Gerade waren wir mit unseren Seifen auf dem Kunsthandwerkermarkt bei der Lebenshilfe. Nett war´s!

Auf so Märkten stelle ich immer wieder fest, dass das meine Crowd ist, meine Leute - kreative, interessante Menschen, die ihre Klapptische mit selbstgemachten Waren füllen und bei denen man gucken, schnuppern und anfassen darf. Leute, die Lampen aus Fahrradteilen und Stiefeln zusammenschrauben, Hüte aus alten Herrenhemden nähen und Schulen in Indien mit ihren einnahmen finanzieren.

Ich bin dann dankbar dafür, so ein Leben zu haben, und dankbar für die Gelegenheit, meine Ronja dahin mitzunehmen - denn genau da gehört sie hin.


Es war ein wenig schade dass die Lebenshilfe-Werkstatt soweit abgelegen ist: Ich glaube, viele wussten gar nicht, dass dort überhaupt ein Markt stattfindet. Wer uns also verpasst hat...


... und Lust hat, Ronjas Quietscheentchenseife oder meine legendäre pure-creme mal live auszutesten..


...der kann uns nächstne Sonntag beim Burgfest am Naturgut Ophoven treffen! Wir freuen uns schon!

Donnerstag, 15. September 2016

Swirl-Experimente


In den letzten zwei Wochen haben wir die verschiedensten Swirl-Techniken ausprobiert. Ich muss zugeben, dass wir unsere Seife bisher immer mehr oder weniger zufällig in die Formen gefüllt haben - die daraus entstandenen Muster sehen immer ein wenig nach Marmorkuchen aus, und sehr ursprünglich.

Aber wenn man auf Pinterest all diese spannenden Tutorials sieht, dann muss man einfach mal ran! Also:



Oben auf dem Bild siehst du einen Column-Pour Swirl: Die Seife wird abwechselnd über eine Säule gegossen. Da ich als Säule ein Wasserglas von Ikea genommen habe, bilden sich an den Rillen automatisch diese geilen Blümchen-Pfützen - gefällt mir sehr! Das ganze duftet nach Zitrone und Mandarine - da freut sich auch Ronja!


Nächstes Projekt: Lavendel. Im Grunde die gleiche Technik wie oben, nur diesmal habe ich anstelle des Wasseglases mit den Rillen eine runde Blumenwase genommen. Die Seifenschichten verteilen sich also als gleichmäßige Ringe um die Vase. Zum Schluss bin ich mit einem Essstäbchen von der Mitte aus durchgegangen. Das Muster gefällt mir sehr, allerdings habe ich so jetzt zum ersten Mal eine Lavendelseife, die keine frischen Lavendelblüten als Topping hat - ich wollte die Swirls halt sichtbar lassen. Das bedaure ich ein wenig, aber ich habe gleich noch ein zweites Batch hinterhergemacht, um das auszugleichen. Lavendelseife kann man nie genug haben!


Nächstes Projekt: Sauna-Seife. Diese Seife war wieder ein wenig erratischer. Ich habe diesmal 2 Gläser in die Form gepackt, und danach auch ein wenig wilder gerührt als bei den vorherigen. Auch die Farben sind etwas seltsam... das warme rot war eigentlich als Salbeigrün deklariert... ist aber nicht so schlimm. Ich finde, es passt toll zu dem Duft, einer Mischung aus Elemiöl, Eukalypturs und Zitrone, die wirklich ganz stark nach Saunaaufguss riecht. Die Reste habe ich in die Kastenform gegosen, und Resulate sind - ohne mein Zutun und Wissen - auch nicht ganz uninteressant: 


...Brillenseife? Ich habe keine Ahnung, wieso sich die Swirls so genial eingerollt haben. Sonst würd´ ich´s euch erzählen. Sieht aber cool aus :)

Jedenfalls reift die jetzt schön im neu eingerichteten Seifenschrank, und ich geh jetzt mal schauen, was das Projekt Fotoseife macht... oh, ich liebe Semesterferien!

Und wer noch Lust auf den Naturkosmetik-Kurs im Oktober hat, der kann sich gerne hier dafür anmelden - dann machen wir so´n Quatsch zusammen :)